Kobudo und die Verwandtschaft zum Karate

Wer in der Karatewelt kennt sie nicht – Techniken, die beispielsweise „Bo-Awase-Uke“ heißen und so aussehen, als würde man einen Stock oder einen Arm greifen? Wie der Name schon ahnen lässt, ist eine Verwandtschaft mit dem Bo (japanisch für Stock) aus dem Kobudo nahezu offensichtlich. Kobudo (japanisch 古武道, dt. „alte Kriegskunst“) ist eine Kampfkunst aus Okinawa, bei der verschiedene Werkzeuge von Bauern zum Kämpfen verwendet wurden. Der Bo ist eines davon.

Im November und Dezember waren mehrere Karatekas aus Höhenkirchen zu Bo-Lehrgängen bei Werner Bachhuber, Inhaber des 7. Dan Karate und 5. Dan Kobudo und Betreiber der Budo-Akademie München, um erste Erfahrungen mit dieser Waffe zu sammeln.

Obwohl alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über viele Jahre Erfahrung in Karate und anderen Kampfkünsten verfügen, hörte man doch immer wieder Sätze wie „Ah, jetzt verstehe ich das.“, wobei diese Aspekte sich auf Karate bezogen. Es wurde offensichtlich, dass Karate und Kobudo gemeinsame Wurzeln haben und dass es eine sehr enge Verbindung zwischen den Bewegungen in beiden Kampfkünsten gibt.

Während der beiden Lehrgangstage wurden Grundschultechniken und auch gleich die ersten beiden Katas des Jinbukan Kobudo gelernt und geübt. Neben vielen Erkenntnissen und Aha-Erlebnissen haben die Lehrgänge auch sehr viel Spaß gemacht.

Werner Bachhuber bietet in 2026 auch weitere Lehrgänge an, bei denen man Erfahrungen mit Kobudo aufbauen und vertiefen kann. Entsprechende Termine sind auf seiner Homepage und auf der Homepage des Bayerischen Karatebunds veröffentlicht.

Bericht: S. Paul
Bild: S. Paul